Dr. med.
Petra Hoppmann
Oberärztin
+49 (0)89 4140 2947
Dr. med.
Alessandra Buiatti
Funktionsoberärztin

Elektrophysiologische Untersuchung


Elektrophysiologische Untersuchung

Eine elektrophysiologische Untersuchung wird bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder rezidivierenden Synkopen (plötzlicher Bewusstseinsverlust) zur Aufklärung des Mechanismus dieser Erkrankungen durchgeführt. Hierfür werden über die Leistenvene spezielle Katheter ins Herz eingebracht und die Erregungsbildung und -ausbreitung im Herzen anhand der elektrischen Signale untersucht. Bei Herzrhythmusstörungen können diese durch spezielle Stimulationsmanöver ausgelöst und dadurch genau charakterisiert und gegebenenfalls in der gleichen Sitzung durch eine Katheterablation behandelt werden. Die Untersuchung findet meistens in Analgosedierung statt, d.h. die Patienten erhalten in der Regel während der Untersuchung ein Schlafmittel (als Infusion), es handelt sich jedoch um keine Vollnarkose, die selbständige Atmung bleibt erhalten, eine künstliche Beatmung ist somit nicht erforderlich. Da das verwendete Schlafmittel nur eine kurze Wirkdauer hat sind die Patienten unmittelbar nach der Untersuchung (nach Beenden der Infusion des Schlafmittels) sofort wieder wach. Um die Patienten während des Eingriffes optimal überwachen zu können, wird noch vor Beginn der Untersuchung an ein EKG-, Puls- Sauerstoffsättigungs- und Blutdruckmessgerät angeschlossen. Die elektropyhsiologische Untersuchung und Behandlung erfolgt in einem speziell für die Elektrophysiologie ausgerüstetem Herzkatheterlabor. Für die Behandlung von komplexen Herzrhythmusstörungen, wie z.B. Vorhofflimmern, steht ein modernes dreidimensionales Mapping-System zur Verfügung. Die Behandlung (wie auch die vorausgehende Untersuchung/Beratung und die Nachbetreuung) erfolgt durch das Expertenteam der Elektrophysiologie.