Univ.-Prof. Dr. med.
Karl-Ludwig Laugwitz
Direktor

Ventrikuläre Tachykardien


Ventrikuläre Tachykardien

Bei den ventrikulären Tachykardien unterscheidet man zwei verschiedene Formen: Anhaltende Tachykardien mit Ursprung in den Herzkammern, die als Folge einer anderen Herzerkrankung (koronare Herzerkrankung, Kardiomyopathien etc.) auftreten und Tachykardien mit Ursprung in den Herzkammern, die ohne Vorliegen einer strukturellen Herzerkankung auftreten, sogenannte idiopathische ventrikuläre Tachykardien. Während erstere eine lebensbedrohliche Rhythmusstörung mit der Gefahr des plötzlichen Herztodes darstellen, können die sogenannten idiopathischen ventrikulären Tachykardien als benigne Rhythmusstörung eingeordnet werden. Um jedoch unterschieden zu können, um welche Form von ventrikulären Tachykardien es sich im Einzelfall handelt, ist eine umfassende kardiologische Abklärung mit Einbeziehung weiterer Untersuchungen, wie z.B. Ultraschalluntersuchungen, Kardio-MRT, Herzkatheteruntersuchung etc., nötig. Bei malignen ventrikulären Tachykardien mit der Gefahr des plötzlichen Herztodes ist dann in erster Linie die Implantation eines Cardioverter-Defibrillators (ICD) erforderlich (Link), während die benignen ventrikulären Herzrhythmusstörungen durch eine Kathererablation behandelbar sind. In diesen Fällen kann durch eine elektrophysiologische Untersuchung der Ursprung dieser Tachykardien in der Herzkammer lokalisiert und mit dem Ablationskatheter verödet werden.

Ischämisch bedingte ventrikuläre Tachykardie

Tachykardie aus dem rechtsventrikukären Ausflusstrakt